Pilgerstätte

Auf dem Sternenweg nach St. Jakob de Compostella

Pilgerstätte Altes Bauernhaus Auersmacher

Das alte Bauernhaus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist nicht nur Heimatmuseum des Ortes, sondern auch Pilgerstätte für alle, die auf dem „Sternenweg / Chemin des étoiles“ unterwegs sind.

Pilgerstempel

Pilger erhalten hier den begehrten Pilgerstempel „Altes Bauernhaus in Auersmacher“. Da die Pilgerstätte ehrenamtlich betrieben wird, ist eine telefonische Ankündigung erforderlich, um den begehrten Pilger-Stempel erhalten zu können:

Telefon 0049 (0) 170 4708829 (Familie Paschwitz)
Telefon 0049 (0) 6805 7589 (Familie Lang)

Traditionelles Pilgermahl

Das Haus bietet die Möglichkeit, in historischer Umgebung Gruppen zu beköstigen. Wir empfehlen wir unseren Gästen das traditionelle Pilgermahl: Kartoffelsuppe im Brotteig. Gruppen ab 5 Personen können die Kartoffelsuppe bestellen. Kaffee und Kuchen sowie Flammkuchen mit einem Gläschen Wein können ebenso auf Vorbestellung angeboten werden.

Sternenweg

Unter diesem Titel wurde 2006 in der Region Saarbrücken ein europäisches Modellprojekt zur behutsamen Inwertsetzung der Wege der Jakobspilger in Teilen des Saarlandes, der Pfalz, Lothringens und des Elsass ins Leben gerufen. Im Zentrum stehen „Wegezeichen“, insbesondere steinerne Jakobsmuscheln mit denen die mittelalterliche Kunst und Baukultur entlang der regionalen Wege der Jakobspilger in den benachbarten alten Kulturlandschaften geschmückt wurden.

Gehen Sie auf Spurensuche und entdecken Sie auf einem Teilstück der Saarland | Südroute: Hornbach – Saarbrücken/Sarreguemines – Metz den Geist einer europäischen Kulturstraße in der Gegenwart!

Über Grenzen pilgern zu Fuß oder mit dem Rad an der Oberen Saar

[Kloster Gräfinthal | Gut Hartungshof | Wintringer Hof | Auersmacher | Rilchingen-Hanweiler | Sarreguemines]

Das Teilstück des Sternenweges durch das Biosphärenreservat Bliesgau beginnt am ehemaligen Kloster Gräfinthal und führt auf die Höhe über Bliesransbach, Gut Hartungshof, Wintringer Hof, Auersmacher, Rilchingen-Hanweiler und über die deutsch-französische Grenze nach Sarreguemines (Stadtschleife). Unterwegs kann man bei näherem Hinsehen Wegezeichen – kleine Gesten – entdecken (ca. 16 km, mittelschwer).

Auf dieser Etappe finden sich Zeugnisse der mittelalterlichen Baukultur, die mit einem Jakobsmuschelstein als Wegezeichen gekennzeichnet wurden. Es handelt sich um das ehemalige Kloster Gräfinthal (Reste der Klosterkirche, 13. Jh.), die spätgotische Wintringer Kapelle (15. Jh.) auf dem Wintringer Hof und die Kuchlinger Kapelle (Urspr. 15. Jh.) in Auersmacher. In Erinnerung an den mittelalterl. Ursprung des Dorfes Auersmacher („auricas machera“, urkundl. Erwähnung 777) hat auch das „Alte Bauernhaus“ einen Jakobsmuschelstein erhalten. Ebenso erinnert ein solcher an den historischen Quelltürmen im Park der Barmherzigen Brüder an die Salzquellen, die bereits im Mittelalter bekannt waren. In Sarreguemines sind entlang der Stadtschleife, der „Vieille Tour“ (13. Jh.), die Kirche St-Nicolas (Pietà, 16./17. Jh.) und die Reste der Burg (Urspr. 12. Jh.) mit einem Jakobsmuschelstein gekennzeichnet.

Unterwegs begrüßt vor jedem Ort ein Schmuckband aus Feldsteinen die Pilger, in dem sich auch ein Stein mit einem Sternenmotiv befindet. Das Sternenmotiv auf diesem Teilstück entstammt dem Gewölbe des mittelalterlichen Chorturms der etwa fünf Kilometer in Richtung Saarbrücken entfernten ev. Kirche von Güdingen (Turm, 14. Jh.). Erst an der Grenze zu Frankreich wechselt das Sternenmotiv zum „Stern von Hombourg-Haut“, der in der Katharinenkapelle (13. Jh.) in Hombourg-Haut zu sehen ist. Ein einfaches Schmuckband ohne Stern verabschiedet die Pilger hinter jedem Ort.

Die „Bodenzitate“ aus Feldsteinen erinnern an die alten Wegebefestigungen, die in dieser Kulturlandschaft traditionell als Steinstickungen aus Muschelkalksteinen gefertigt wurden. Man findet sie oberhalb von Bliesransbach vor dem Abzweig in Richtung Gut Hartungshof, ein zweites „Bodenzitat befindet sich auf dem Dragonerweg auf dem Höhenzug hinter Gut Hartungshof. Nimmt man den Weg über den Wintringer Hof entdeckt man im Wald ein Stück eines freigelegten historischen Wegestückes, das wohl ursprünglich zum Wintringer Hof führte, und heute mit dem eingelassenen Stern von Güdingen die Pilger begrüßt.

Eine „Pyramide“ aus Feldsteinen oberhalb von Bliesransbach erinnert an den Kirchturm, der niedergegangenen mittelalterlichen Dorfkirche, deren Turm ursprünglich eine Steinhaube aus Muschelkalksteinen trug.Einen besonderen Hinweis verdient das Sternenfeld „campus stella“ auf dem Wehrholzer Weg mit allen rekonstruierten steinernen Sternen, die es in der Umgebung in mittelalterlichen Baudenkmälern zu entdecken gilt. Bei genauerem Hinsehen führt eine „Sternenspur“ aus kleinen Metallsternen zu diesem Wegezeichen, das von seiner Namensgebung Jakobspilger an die Gründung der Stadt Santiago de Compostela („Heiliger Jakobus vom Sternenfeld“) lesbar ist.

Weitere mittelalterliche Baukultur in der Umgebung

In der näheren Umgebung nördlich dieses Teilstücks sind in Saarbrücken-Eschringen die kath. Kapelle St. Laurentius (Hl. Laurentius, 15. Jh.), in Saarbrücken-Brebach-Fechingen die ev. Pfarrkirche (Turm/Türsturz, 12. Jh., in der Dokumentation der Saarland | Nordroute zugeordnet, Pilgerstempel vorhanden), in Saarbrücken-Bübingen die ev.Kirche (12./15. Jh.), in Saarbrücken-Güdingen (Turm, 14. Jh. mit dem sog. „Stern von Güdingen) und zudem südlich der Route in Blies-Guersviller (Bliesgersweiler) die KapelleSt. Quirin (ehem. Chorturm, 14. Jh.), in Bliesmengen-Bolchen die Friedhofskapelle (ehem. kath. Pfarrkirche St. Petrus in Ketten mit seinem Turmuntergeschoss (14. Jh.), in Habkirchen die kath. Pfarrkirche St. Martin (ehem. Chorturm, 12. Jh.) mit den Fresken und dem Sternenmotiv „Stern von Habkirchen“ (13. Jh.), in der franz. GemeindeFrauenberg die kath. Kirche St. Jakob (Pietà, 14./15. Jh.), bzw. die Burgruine „Château de Frauenberg“ (14. Jh.), in den Ortteilen von Sarreguemines in Folpersviller (Folpersweiler) die Kapelle St. Barbara (15. Jh.) und in Neunkirch-lès-Sarreguemines (Neunkirchen) die Kirche St. Denis (Urspr. 12. Jh., Reste 15. Jh.), außerdem in Lothringenweiter Richtung Metz in Zetting (Settingen) die Kirche St. Marzellus (12.–15. Jh.) mit der Grablegung (1380–1440), in Roth die Kirche St. Veit (Vitus) mit seinem Turm (14. Jh.) und in Heckenransbach die Kirche „Notre-Dame“ mit dem ehem. Wehrturm (13.–15. Jh.) und einer Madonna (14. Jh.), mit einem Jakobsmuschelstein gekennzeichnet.

Den nächsten Jakobsmuschelstein Richtung Metz finden Sie in Welferding (Wölferdingen), Kirche St. Walfrid, ehem. Benediktinerpriorat der AbteiTholey, Turmuntergeschoss und Schallarkaden aus dem 13. Jahrhundert.

Reiseberichte / Blogs

Einige Pilger und Besucher des Alten Bauernhauses dokumentieren ihre Erfahrungen und Erlebnisse in Blogs und Reiseberichten.

Weitere Pilgerstätten in der Region

Wintringer Hof

KulturOrt Wintringer Kapelle

„Ein Refugium, in dem sich ökologische Landwirtschaft, sozialer Auftrag, mittelalterliche Baukultur und Kunst vereinen“

Wintringer Hof
Am Wintringer Hof 7
66271 Kleinblittersdorf
Telefon 0049 (0) 6805 1045
E-Mail: wh@buebinger-werke.de
Internet: www.kulturort-wintringer-kapelle.de

Ritthof Bliesransbach

„Auf dem Ritthof lässt sich die ehemals große Tradition des Weinbaus an der Oberen Saar wieder erspüren. Auch der Schriftsteller Alfred Döblin war hier einst gerne zu Gast.“

Ritthof am Alfred-Döblin-Weg, Bliesransbach
Kontakt: Friedrich Kurtz
Alfred-Döblin-Weg 1
66271 Kleinblittersdorf
Telefon 0049 (0) 6804 205
Telefon mobil 0049 (0) 1520 2830280

Gut Hartungshof

„Auf Gut Hartungshof mit seinen Manufakturen werden Sie eingeladen, die Arbeits- und Wirtschaftsweisen und die Besonderheiten der Manufakturen kennenzulernen.“

Gut Hartungshof, Kleinblittersdorf
66271 Kleinblittersdorf
Telefon 0049 (0) 6805 22624
Telefon 0049 (0) 6805 6007063
E-Mail: gut-hartungshof@t-online.de
Internet: www.gut-hartungshof.de

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